Weltpankreaskrebstag 2021

In Deutschland erkranken jährlich etwa 19.000 Menschen neu an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Immer noch gibt es dafür keine Vorsorgeuntersuchungen und die ersten Symptome treten meist erst dann auf, wenn die Krankheit nicht mehr heilbar ist. Daher wird die Häufigkeit der Erkrankung in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Um über die Erkrankung und neueste Forschungergebnisse zu informieren, beteiligt sich das UniversitätsKrebszentrum der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) bereits zum dritten Mal am Welt-Pankreaskrebstag. Deutschlandweit erstrahlen auf Initiative der „Selbsthilfe Tumore und Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse (TEB e.V.)“ in Zusammenarbeit mit vielen medizinischen Einrichtungen zahlreiche Gebäude und Sehenswürdigkeiten in der Farbe „Lila“, der offiziellen Farbe des Welt-Pankreaskrebstages. Auch die Fassade am Haupteingang des Universitätsklinikums Göttingen wird zum Welt-Pankreaskrebstag am Donnerstag, dem 18. November 2021, in der Zeit von 18:00 bis 22:00 Uhr in der Farbe Lila beleuchtet. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich vor dem Uniklinikum das Lichtspiel anzusehen.

Telefonhotline für Betroffene und Interessierte- Pankreasexperten beantworten Fragen rund um die Bauchspeicheldrüse

Neu in diesem Jahr ist eine Telefonhotline. Betroffene und Interessierte können sich für alle medizinischen Fragen rund um die Bauchspeicheldrüse an die Experten des Pankreaskrebszentrums wenden.

  • Prof. Dr. Volker Ellenrieder, Direktor der Klinik für Gastroenterologie, gastrointestinale Onkologie und Endokrinologie der UMG, ist erreichbar von 11:00 bis 12:00 Uhr unter der Telefonnummer 0551 / 39-66324
  • Prof. Dr. Michael Ghadimi, Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie der UMG, beantwortet alle chirurgischen Fragen zu Bauchspeicheldrüsenkrebs, in der Zeit von 13:00 bis 14:00 Uhr unter Telefon 0551 / 39-67811

Bitte beachten Sie: Die Telefonhotline bietet einen ersten Überblick und ersetzt nicht den Arztbesuch! Sie dient ausschließlich zur Information.

Bauchspeicheldrüsenkrebs besser erforschen

Weltpankreaskrebstag 2021

Die Bauchspeicheldrüse, auch Pankreas genannt, befindet sich im mittleren Oberbauch zwischen Milz, Leber und Magen und ist ein zentrales Organ für viele Verdauungs- und Stoffwechselprozesse im Körper. Durch eine Entartung von Bauchspeicheldrüsenzellen, beispielsweise als Folge einer chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung, kann Bauchspeicheldrüsenkrebs entstehen. In Deutschland erkranken jährlich etwa 19.000 Menschen daran, wobei die Häufigkeit der Erkrankung in den nächsten Jahren zunehmen wird.

Um Bauchspeicheldrüsenkrebs zukünftig früher zu erkennen und die Behandlungsmöglichkeiten zu verbessern, gibt es an der UMG einen besonderen Forschungsschwerpunkt. Die Grundlage hierfür ist die sogenannte „personalisierte Medizin“. Das bedeutet, dass die Behandlung individuell an die spezifischen Bedürfnisse jedes Patienten angepasst werden. Wie die Pankreaskrebs-Forschung an der UMG aufgestellt ist und welche Forschungsgruppen und Studien es gibt, erfahren Sie im Blog Artikel.

Expertise zu Bauchspeicheldrüsenkrebs gebündelt

Die Behandlung von Patient*innen mit Bauchspeicheldrüsenkrebs erfolgt an der UMG im Pankreaskrebszentrum. Dieses ist seit dem Jahr 2016 von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert. An der UMG kümmert sich ein Team von hoch spezialisierten Ärzt*innen und Wissenschaftler*innen verschiedener Fachdisziplinien und Kliniken um Patient*innen mit bösartigen Tumoren der Bauchspeicheldrüse. Dazu gehören Spezialist*innen aus der Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie, der Gastroenterologie, gastrointestinale Onkologie und Endokrinologie, der Pathologie, der Diagnostischen und interventionellen Radiologie, der Palliativmedizin, der Medizininformatik und der Humangenetik. Alle Disziplinen arbeiten unter dem Dach des UniversitätsKrebszentrums der UMG zusammen und tauschen sich im Comprehensive Cancer Center Niedersachsen (CCC-N) gemeinsam mit der Medizinischen Hochschule Hannover aus.

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