Was für Krebspatient*innen und deren Angehörige wichtig ist

Coronavirus

Angesichts weiterhin hoher Infektionszahlen mit dem Coronavirus, sind Patient*innen mit Krebs- und Blutkrankheiten oftmals verunsichert. Denn sie gehören zur Risikogruppe, bei der es aufgrund eines geschwächten Immunsystems zu einem schwereren Verlauf bei einer Coronainfektion kommen kann. Hierzu zählen vor allem Patient*innen deren Immunsystem durch Leukämien, Lymphome bei aktiver Erkrankung, durch eine niedrige Zahl weißer Blutkörperchen oder niedrige Immunglobulinwerte, langdauernde Unterdrückung des Immunsystems wie durch Steroide oder eine allogene Stammzelltransplantation sowie durch andere zelluläre Therapien geschwächt ist. Diese Patient*innen benötigen in dieser Zeit einen ganz besonderen Schutz vor einer Infektion mit dem Coronavirus. Im UniversitätsKrebszentrum der UMG finden aktuell alle onkologischen Behandlungen statt. Denn bei den meisten, akut an Krebs erkrankten Patient*innen ist der Nutzen einer sinnvollen und geplanten Krebstherapie höher als das Risiko einer möglichen Infektion mit dem Coronavirus.

Nachgefragt: Prof. Dr. Volker Ellenrieder - Direktor des UniversitätsKrebszentrums Göttingen im Interview

Um uns und unsere Patient*innen sowie deren Angehörige zu schützen, haben wir an der UMG umfangreiche Maßnahmen ergriffen:

  1. Ab Freitag, dem 3. Dezember 2021, gilt: Besucher*innen und nicht notwendige Begleitpersonen erhalten keinen Einlass mehr. Diese Regelung dient dem Schutz von Patient*innen und Mitarbeitenden. Mehr lesen Sie in der Presseinformation. Wir danken für Ihr Verständnis!
  2. Um Ihnen die größtmögliche Sicherheit zu geben, werden alle (Krebs-)Patient*innen vor der stationären Behandlung oder in der IKO auf SARS-Cov2 getestet.
  3. Unsere Mitarbeiter*innen achten darauf, dass bei den Therapien und der Medikamentenvergabe ausreichend Abstand zu anderen Patient*innen besteht. Bitte lassen Sie auch im Wartebereich mindestens einen Platz zwischen Ihnen und anderen Wartenden frei.
  4. Im Moment finden keine Infoveranstaltungen und Gruppentherapien vor Ort statt. Für stationäre Patient*innen wurde eine telefonische Beratungsmöglichkeit eingerichtet. Außerdem helfen Ihnen die Mitarbeiter*innen in der onkologischen Ambulanz und der IKO bei Fragen gerne weiter.
  5.  Zu Ihrer Sicherheit haben wir eine eigene Videosprechstunde etabliert, in der wir mit Ihnen sowie Ihren Angehörigen bereits erste Gespräche führen zu denen Sie nicht in die Klinik kommen müssen. Wir sind also auch digital für Sie erreichbar. Die Einladung zur Sprechstunde erhalten Sie von Ihrem behandelnden Arzt.
  6. Bitte desinfizieren Sie sich vor und nach dem Betreten der IKO-Tagesklinik  die Hände.

Alle weiteren zusätzlichen Informationen finden Sie auf den Dachseiten der UMG.

Worauf müssen Krebspatient*innen oder deren Angehörige besonders achten?

  • Achten Sie auf die richtige Händehygiene. Hier empfehlen wir das gründliche Händewaschen mit Wasser und Seife. Wenn die Hände nicht sichtbar verschmutzt sind, kann alternativ ein möglichst hautverträgliches Händedesinfektionsmittel verwendet werden.
  • Halten Sie möglichst zwei Meter Abstand zu anderen Personen und beachten Sie die Husten- und Nies-Etikette, das heißt Husten und Niesen in die Ellenbeuge. Das gilt vor allem auch für Ihr Gegenüber. Ist es nicht möglich genügend Abstand zu wahren, sollten Sie und auch Ihre Kontaktperson einen Mund-Nasen-Schutz tragen.
  • Grenzen Sie Ihre sozialen Kontakte möglichst ein. In Ihrem nahem Umfeld sollten, wenn möglich, nur Personen sein, mit denen Sie in einem Haushalt leben und die gesund sind. #socialdistancing
  • Achten Sie auf mögliche Symptome. Sollten bei Ihnen oder einer Person in Ihrem Umfeld erste Krankheitszeichen wie Husten und Fieber auftreten, nehmen Sie telefonisch oder per Email Kontakt mit Ihrem behandelnden Arzt oder dem Krankenhaus auf.

Sie können sich sicher sein, dass wir auch in dieser schwierigen Zeit alles dafür tun, unseren Patient*innen auch weiterhin die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen.

Was sonst noch wichtig ist

Wie sicher sind Blutspenden im Moment?

Das Risiko einer Infektion mit SARS-CoV-2 durch eine Transfusion von nicht-virusinaktivierten Blutkomponenten wird als sehr gering eingeschätzt. Personen mit Anzeichen eines Infekts oder erhöhter Körpertemperatur sind nicht zur Spende zuzulassen. Außerdem empfiehlt das Paul-Ehrlich-Institut Personen, die Kontakt zu einem SARS-CoV-2-Infizierten hatten vorsorglich für 4 Wochen und 8 Wochen für Personen, die selbst mit SARS-CoV-2 infiziert waren, von der Spende auszuschließen. Spenderinnen und Spender ohne Krankheitssymptome sollten aber weiterhin Blut und Plasma spenden.

Wie wird getestet und was passiert, wenn der Test positiv ist?

Alle Patient*innen werden vor oder bei Aufnahme in die UMG auf eine Infektion mit dem neuen Coronavirus getestet. Hierfür wird ein Rachen-Abstrich entnommen und das gewonnene Material im Labor mittels einer sogenannten Polymerasekettenreaktion (RT-PCR) daraufhin überprüft, ob Erbgut des SARS-CoV-2-Virus vorhanden ist. Ist das Testergebnis positiv, erfolgt die Meldung beim Gesundheitsamt. Dieses entscheidet über das weitere Vorgehen, also ob sich der Patient oder die Patientin zu Hause in Quarantäne begeben muss oder ob eine Behandlung und stationäre Aufnahme an der UMG erforderlich ist.

Allgemeine Informationen zur Corona-Schutzimpfung

Downloads

Weitere detaillierte Informationen für Sie noch einmal zusammengefasst finden Sie in den folgenden Dokumenten.

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